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Kambodscha

Phnom Penh: Tour zu den Sehenswürdigkeiten

Neben den Wats mit ihren Pagoden und Stupas bieten Museen und Gebäude aus der Kolonialzeit Einblicke in das Phnom Penh vergangener Zeiten. Die Zeugen der kambodschanischen Geschichte zwischen mächtigem Großreich und tyrannischer Diktatur liegen nur wenige Straßen voneinander entfernt. Zwischen ihnen pulsiert das Leben einer aufstrebenden asiatischen Metropole. Mit einem Tuk-Tuk lassen wir uns von einem Ort zum nächsten fahren und tauchen ein in das Phnom Penh der Vergangenheit und Gegenwart.

Panzerfaust voraus

Pros, den Tuk-Tuk-Fahrer, haben wir gestern kennengelernt. Heute sind wir um neun Uhr mit ihm verabredet. Pros will uns die Stadt zeigen. Auf dem Programm stehen die »offiziellen« Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Pünktlich eine halbe Stunde zu spät treten wir vor das Hotel. Pros wartet mit einem breiten Grinsen. Nachdem die vergangene Nacht kürzer ausfiel als geplant, sehen wir ziemlich gerädert aus.

Dennoch haben wir eine Liste parat mit allen Orten, die wir sehen möchten. Die ersten drei Punkte wollen wir heute Vormittag abhaken, für die letzten drei Punkte haben wir den Nachmittag reserviert.

Doch Pros zweifelt an unserem Plan: Ob wir sicher seien, nicht vielleicht doch zum Bazooka-Schießen zu wollen, fragt er uns und zaubert einen Tourplan aus der Dachbespannung sein Tuk-Tuks. Das ließe sich prima mit den Killing Fields kombinieren meint er und deutet auf ein Bild, das einen Mann zeigt mit einer Panzerfaust im Anschlag. Nur einen kleinen Moment gucken wir entgeistert, bevor wir überschwänglich dankend ablehnen.

Unser Tourplan in Phnom Penh

  1. Tuol Sleng Genozidmuseum: Das berüchtigte Foltergefängnis der Roten Khmer.
  2. Nationalmuseum: Die weltweit größte Sammlung alter Khmer-Kunst.
  3. Wat Phnom: Ein heiliger Ort und Keimzelle der Stadt Phnom Penh.
  4. Königspalast und Silberpagode: Residenz und Schatzkammer des Königs.
  5. Halbinsel Chroy Changvar: Wo der Tonle Sap in den Mekong mündet.
  6. Stillgelegter Bahnhof: Knotenpunkt der alten Cambodia Railway.

Sehenswert ist auch der in einer ausladenden Jugendstilhalle untergebrachte Zentralmarkt – auch Russenmarkt genannt. Wir waren bereits gestern dort und haben eine kambodschanische SIM-Karte gekauft.

Mitten drin

Auf unserem Weg liegt das Denkmal, das König Norodom Sihanouk zur Erinnerung an die Unabhängigkeitserklärung von der Kolonialmacht Frankreich nach dem Vorbild der Türme Angkor Wats errichten ließ. Um das Denkmal herum braust das Getöse eines großen Kreisverkehrs. Für unser Foto hält Pros beherzt an einer Verkehrsinsel inmitten der mehrspurigen Hauptstraße.

Das Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh ruht auf einer Insel inmitten des teilweise turbulenten Verkehrs

Das Unabhängigkeitsdenkmal wird von der Kambodschanern meist »Independence Monument« genannt. Nach dem Einmarsch der vietnamesischen Truppen trug es für kurze Zeit den Namen »Victory Monument«. Zusammen mit der ungeliebten Besatzungsarmee verschwand die neue Bezeichnung wieder.

Eigentlich sind wir zur falschen Zeit hier – und das sogar doppelt: Zum einen wird das Monument abends kunstvoll mit Licht inszeniert, zum anderen ist heute kein Feiertag, an dem das Monument üppig mit Blumen geschmückt wäre.

Auf Entdeckungstour in Phnom Penh

Baufälliges Haus aus der Kolonialzeit in Phnom Penh

Eine Sehenswürdigkeit taucht nicht in unserer Liste auf. Sie versteckt sich zwischen den Punkten: Phnom Penh ist eine Stadt, in der er es viel zu entdecken gibt und in der an jeder Ecke Großartiges wartet. Die Straßen sind gesäumt von historischen Häusern aus der Kolonialzeit und dem quirligem Leben der Jetztzeit.

Wir wollen am letzten Tag unserer Reise nach Phnom Penh zurückkehren und die Stadt mit ihren Menschen auf uns wirken lassen – ganz ohne Sightseeing-Programm. Doch heute steht das touristische Standardprogramm an.

Auf der Landkarte

  1. Unabhängigkeitsdenkmal

  2. Tuol Sleng Genozidmuseum

  3. Nationalmuseum

  4. Wat Phnom

  5. Königspalast und Silberpagode

  6. Mündung des Tonle Sap in den Mekong

  7. Stillgelegter Bahnhof

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