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Kambodscha

Khmer Muslim Beef Curry – ein Rezept zum Verlieben

Kambodscha ist bekannt für seine frische und aromatische Küche. Doch auch muslimischen Einwanderer haben vor langer Zeit fremde Rezepte ins Land gebracht, die nach und nach Teil der kambodschanischen Esskultur wurden. Im Khmer Muslim Beef Curry vereinen sich schwere Aromen mit den frischen Zutaten der Khmer-Küche zu einem unwiderstehlichen Gericht, das in ganz Kambodscha beliebt ist.

Zutaten für Khmer Muslim Beef Curry

800 g Rindfleisch (beispielsweise von der Schulter)5 cm Ingwer1 Bund frischer Koriander, mit Wurzeln1 Sternanis1 TL Koriandersamen6 asiatische Schalotten (alternativ: 3 normale Schalotten)4 Knoblauchzehen12 Stangen Zitronengras5 getrocknete Chilis3 cm Galgant (Galangal)4 cm frische Kurkumawurzel6 cm Fingerwurz (chinesischer Ingwer)6 Kaffirlimettenblätter400 ml Kokoscreme4 EL Thai-Chili-Paste3 EL rote Curry-Paste1 TL Shrimp-Paste4 – 6 EL Palmzucker2 EL Fischsauce300 – 400 ml Rinderfond3 TL Currypulver2 – 3 EL geröstete Erdnüsse
4 Portionen

Beef Curry – nicht nur für Muslime

In Kambodscha gibt es eine muslimische Minderheit, die sich durch durch Bräuche, Kleidung und natürlich ihre Küche von der buddhistischen Mehrheit abhebt. Obwohl die kambodschanischen Muslime eher für sich bleiben, haben sich ihre Rezepte nach und nach verbreitet und werden mittlerweile von der ganzen Bevölkerung selbstverständlich zubereitet.

Dieses Rezept hat eine besondere Bedeutung in der kambodschanischen Küche. Es ist das traditionelle Gericht bei Hochzeitsfeiern und wird von den meisten Kambodschanern neben Amok und Lok Lak in den Status eines Nationalgerichts erhoben.

Das Khmer Muslim Beef Curry ist eine wundervolle Kombination aus zartem Rindfleisch, einer dicken dunklen Sauce und exotischen Aromen. Schon nach dem ersten Bissen waren wir begeistert und haben das Rezept mitgebacht. Die Zubereitung erfordert etwas Fleiß und Geduld, das Ergebnis belohnt aber mit einer einzigartigen Geschmacksexplosion.

Der Blick auf die Zutatentliste macht schnell klar, warum Khmer Muslim Beef Curry ein Rezept für Festtage ist. Zwei Dutzend Zutaten verschmelzen zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis.

Khmer Muslim Beef Curry zubereiten

  1. Das Fleisch in Würfel von etwa drei Zentimeter Kantenlänge schneiden.
  2. Den Ingwer und die Korianderwurzeln zusammen im Mörser zerreiben und den Saft herauspressen. Das Fleisch mit dem Wurzelsaft marinieren und beiseite stellen. Die Reste von Ingwer und Korianderwurzeln kommen weg.
  3. Die getrockneten Chilis für zehn Minuten in warmem Wasser einweichen.
  4. Den Sternanis und die Koriandersamen im Mörser fein zerreiben.
  5. Das Zitronengras in Scheiben schneiden. Die Kaffirlimettenblätter in feine Streifen schneiden, dabei die harte mittlere Blattader entfernen. Beides dazugeben und zerstoßen.
  6. Die Chilis – ohne das Einweichwasser! – ebenfalls in den Mörser geben und zerkleinern.
  7. Galgant, Fingerwurz und Kurkumawurzel schälen und würfeln. Ebenfalls dazugeben und zerstoßen.
  8. Die Schalotten und die Knoblauchzehen schälen und in etwas Öl goldbraun anschwitzen. Anschließend zu den übrigen Zutaten in den Mörser geben und zu einer Paste verarbeiten.
  9. In einem ausreichend großen Topf die Kokoscreme zum Kochen bringen und auf die Hälfte reduzieren. Dabei hin und wieder umrühren.
  10. Den Inhalt des Mörsers, Curry-Paste, Shrimp-Paste, Fischsauce und Palmzucker zugeben und alles drei Minuten auf hoher Stufe kochen lassen.
  11. Die Hitze reduzieren und die Rindfleischwürfel hinzugeben. Die Hälfte des Rinderfonds angießen, Currypulver und den Saft der Limette dazugeben und auf kleiner Flamme eine bis eineinhalb Stunden köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und gegebenenfalls etwas Rinderfond nachgießen.
  12. Mit Korianderblättern und gehackten gerösteten Erdnüssen bestreuen und zusammen mit Basmatireis servieren.

Tipps und Erfahrungen

  • Die Kurkumawurzel färbt extrem ab. Die Flecken sind – sogar an den Händen – sehr hartnäckig!
  • Die Reihenfolge, in der die Zutaten in den Mörser kommen, ist wichtig. Zuerst werden die harten Zutaten zerkleinert und dann schrittweise die weicheren hinzugefügt. Die im Rezept genannte Reihenfolge führt zum besten Ergebnis.

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