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Kambodscha

Der betörende Geschmack Kambodschas: Fisch-Amok

Ja, wir müssen gestehen: wir sind süchtig! Süchtig nach den betörenden Aromen der kambodschanischen Küche. Und Fisch-Amok, ein so einfaches wie raffiniertes Fischcurry, war unsere Einstiegsdroge. Der Duft nach Kokoscreme und Kaffirlimettenblättern lässt uns die Augen schließen und uns in die Ferne träumen. Dieser Artikel lüftet das Geheimnis des Fisch-Amoks, das – soviel sei hier schon verraten – in den für die kambodschanische Küche typischen, frischen Zutaten liegt.

Zutaten für Fisch-Amok

15 Stangen Zitronengras3 cm Galangalwurzel (Galgant)4 cm frische Kurkumawurzel6 Kaffirlimettenblätter4 Knoblauchzehen0,5 Limette1 – 2 frische rote Chilis2 – 3 asiatische Schalotten2 TL Chilipaste (aus getrockneten Schoten, aus dem Asia-Shop)2 EL Fischsauce2 TL Palmzucker250 ml Kokoscreme0,5 TL Salz300 g Fischfilet (mit festem Fleisch, beispielsweise Wels oder Süßwasserbarsch)1 Ei

Für die Körbchen

8 Bananenblätter, kreisrund mit etwa 18 cm Durchmesser8 Zahnstocher, halbiert
4

Der Beginn einer großen Leidenschaft

Die erste Begegnung mit Fisch-Amok hatten wir gleich zu Beginn unserer Reise in der Cambodia Cooking Class. Sein umwerfender Geschmack hat uns seitdem nicht mehr losgelassen. Gleich am nächsten Tag mussten wir in einem Restaurant ein weiteres Fisch-Amok bestellen – nicht nur weil der Küchenchef mit breitem französischen Akzent von seinem Amok schwärmte, es sei »fuuull of flaveuuur«. Und recht hatte er!

Für uns ist Fisch-Amok mehr als ein leckeres Gericht: Sobald uns sein Duft in die Nase weht, sind wir zurück im grünen und üppigen Kambodscha mit seiner herrlichen Küche.

Das Geheimnis liegt in den frischen Zutaten: Kaffirlimettenblätter, Kurkuma- und Galangalwurzel geben dem Fisch-Amok die charakteristische Farbe und das unverwechselbare Aroma

Das Fisch-Amok zubereiten

  1. Das Zitronengras in Scheiben schneiden, die Galangalwurzel schälen und würfeln.
  2. Die Kurkumawurzel schälen und in ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Wer gelbe Flecken an den Händen vermeiden will, sollte Handschuhe tragen – auch beim anschließenden Abspülen!
    Die unterschiedlichen Farben und Aromen verbinden sich im Fisch-Amok zu einer unverwechselbaren Komposition. Die karottenähnlichen Scheiben sind Kurkuma und genügen, um das Gericht in einem satten Gelb erstrahlen zu lassen.

  3. Die Kaffirlimettenblätter in feine Streifen schneiden, dabei die mittlere Blattader entfernen. Die Schalotten würfeln. Die Chilis in Scheiben schneiden. Wer es besonders scharf mag, lässt die Kerne dran.
  4. Zitronengras, Galangal, Kurkuma, Kaffirlimettenblätter, Knoblauch, Chilis und Schalotten im Mörser zu einer Paste zerstoßen. Mit Fischsauce, Palmzucker, Chilipaste und 200 ml Kokoscreme zu einer cremigen Sauce verrühren. Alternativ alle Zutaten im Mixer pürieren. Mit Salz abschmecken.
    Wer die Zutaten für das Fisch-Amok von Hand im Mörser verarbeitet, genießt ein ganz besonderes Dufterlebnis

  5. Das Fischfilet in etwa zwei Zentimeter große Stücke schneiden, zur Sauce geben und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Auch eine Übernachtung im Kühlschrank schadet dem Amok nicht – ganz im Gegenteil.
  6. Jeweils zwei Bananenblatt-Kreise so übereinanderlegen, dass sich die Blattadern im rechten Winkel kreuzen und mithilfe der Zahnstocher vier Körbchen herstellen.
  7. Das Ei unterheben und alles gleichmäßig auf die Bananenblatt-Körbchen verteilen.
  8. Das Fisch-Amok in einem Topf mit Dampfeinsatz oder einem Dampfgarer etwa 15 Minuten dämpfen. Mit einem Klecks Kokoscreme servieren. Zum Fisch-Amok passt am besten duftender Basmatireis.

Tipps und Erfahrungen

  • Bananen- und Kaffirlimettenblätter gibt es tiefgekühlt im Asia-Shop. Hin und wieder bekommt man beides auch frisch.
  • Pülverchen und Konserven taugen nicht als Ersatz für frische Zutaten.
  • Die Bananenblätter sind weicher und brechen nicht so leicht, wenn man sie kurz blanchiert.
  • Soll das Fisch-Amok flüssiger sein, lässt man das Ei weg – dann bleibt das Amok nach dem Entfernen des Körbchens allerdings nicht in Form.

Kommentare zu diesem Rezept

K. Strate schrieb am

Also als wir das ausprobiert haben, war es ungenießbar. Auch besteht das originale Amok nicht nur aus einer Paste mit Fisch! In Kambodscha waren im Amok auch noch andere Feststoffe wir große Gemüsestücke und es war viel flüssiger als das hier vorgeschlagene Rezept.

Schade, dass das Nachkochen bei dir nicht zu einem leckeren Ergebnis geführt hat. Das Rezept ist allerdings tatsächlich ein Originalrezept aus Kambodscha. »Amok« ist die kambodschanische Bezeichnung für »Currygericht«. Es gibt also nicht das eine, einzig richtige Rezept, sondern unzählige Varianten. So kann man Amok auch mit Geflügel zubereiten oder das Fleisch durch Gemüse ersetzen. Traditionell wird das Fisch-Amok durch die Zugabe von Eiern gebunden. Soll das Amok flüssig bleiben, kann auf die Eier verzichtet werden — sie tragen wenig zum Geschmack bei. Unser Rezept gibt den Amok-Geschmack wieder, den wir in Kambodscha viele Male aus unterschiedlichen Küchen genießen durften. Wir haben Amok schon oft nach diesem Rezept zubereitet. Bislang haben wir nur positive Rückmeldungen bekommen, deshalb ist es umso betrüblicher, dass dein Versuch gescheitert ist.

Kelly schrieb am

Danke für das Rezept. Es schmeckt wirklich wie das Original in Kambodscha!

Danke! Das Rezept ist bis heute auch eines unserer Favoriten!

Florian schrieb am

Wow, ich muss sagen euer Amok sieht einfach nur mega aus.
Werde ich auf jeden Fall die nächsten Tage auch ausprobieren.
Liebe Grüße
Flo

Dankeschön :-) Lass uns unbedingt wissen, wie es dir geschmeckt hat!

Wir freuen uns über deinen Kommentar zu unserem Rezept

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