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Kambodscha

Acht Tipps, um Angkor Wat alleine zu genießen

Angkor Wat zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten – nicht nur in Südostasien, sondern auf der ganzen Welt. Regelmäßig führt die Tempelanlage Listen der Sehnsuchtsziele Reisender an. Kein Wunder also, dass die alten Mauern von Touristenscharen überrannt werden. Doch Angkor Wat ist ein Ort, der seine Magie nur dann entfaltet, wenn du dich ungestört und in Ruhe auf ihn einlässt.

Wir haben vor unserer Reise in vielen Blogs recherchiert, in Foren gestöbert und Reiseliteratur gewälzt, um die besten Tipps zu sammeln, wie wir Angkor Wat möglichst ungestört erkunden können. Einige Tipps haben uns geholfen, mache waren wertlos und vor Ort sind wir auf auf bisher unerwähnte gestoßen.

Die gute Nachricht ist, dass wir – trotz Hauptsaison – einsame und eindrucksvolle Momente in Angkor erleben konnten. Eines Tages werden wir nach Siem Reap zurückkehren und die Tempel von Angkor erneut besuchen. Daher ist es vielleicht unklug, unsere Tipps an dieser Stelle zu verraten, doch so funktioniert ein Reiseblog nun einmal. Hier sind unsere acht Tipps, wie du Angkor Wat für dich alleine hast:

1. Stehe früh auf

Auch wenn Siem Reap ein reges Nachtleben zu bieten hat: Du solltest früh aufstehen. Der Morgen graut in Kambodscha bereits um kurz nach fünf Uhr. Um diese Zeit öffnet auch das Tempelareal seine Pforten und du bist garantiert alleine. Allerdings solltest du auf keinen Fall eine Taschenlampe vergessen, da es im Inneren der Tempel noch stockfinster ist.

Sonnenaufgang über Srah Srang, dem königlichen Schwimmbad vor dem Tempel Banteay Srei: Hier kannst du den zauberhaften Moment noch ohne Scharen anderer Besucher genießen

2. Meide zu Sonnenaufgang den Seerosenteich in Angkor Wat

Für den ersten Tipp gibt es eine empfindliche Ausnahme: Der Seerosenteich in Angkor Wat ist vor Sonnenaufgang der wohl überlaufenste Ort in ganz Angkor! Unzählige Reiseführer haben den »Insider-Tipp« verbreitet, dass der Sonnenaufgang über Angkor Wat ein magischer Moment sei. Ohne Zweifel war er das einmal, diese Zeiten sind allerdings vorbei.

3. Besuche Angkor Wat am Vormittag

Viele Reiseführer empfehlen den Besuch Angkor Wats für den Nachmittag und lotsen die Besucher vormittags in den Bayon-Tempel. Sämtliche asiatische Reisegruppen folgen dieser Empfehlung, weshalb Angkor Wat nachmittags wesentlich überlaufener ist – der Bayon hingegen fast menschenleer.

4. Betrete Angkor Wat durch das Osttor

Für die fehlende dramaturgische Imposanz des Haupteingangs entschädigt dich die Einsamkeit des Osteingangs am frühen Morgen. Während sich die Besucherwalze langsam durch die Tempelanlage zum wichtigsten Heiligtum Angkor Wats – dem Hauptturm – vorarbeitet, ist dieser vom Osteingang direkt zu erreichen. Zum Hauptturm dürfen nur 100 Personen gleichzeitig aufsteigen. Am Fuß der Treppe bildet sich daher schnell eine lange Schlange.

Die frühmorgendliche Ruhe vor dem Sturm: Wenig später drängen sich Reisegruppen in Angkor Wat dicht an dicht

5. Besichtige die Nordmauer

Falls du nicht gerade Kunsthistoriker bist, folge nicht dem Tipp der Reiseführer, die künstlerisch wertvolleren Reliefs der Südmauer zu besichtigen. (Gemeint ist die Außenseite der ersten Innenmauer!) Wichtiger als das feinste Detail steinhauerischer Arbeit ist die Möglichkeit, in Ruhe in die komplexen Szenen einzutauchen. An der Nordmauer bist du alleine, während die Südmauer von asiatischen Reisegruppen belagert wird.

6. Erkunde die Bibliotheken von Angkor Wat

Links und rechts der überlaufenen Kreuzgalerie liegt jeweils ein »Bibliothek« genanntes Nebengebäude. Um dorthin zu gelangen, musst du die steilen Treppen des Hauptgebäudes hinabsteigen, über den Hof gehen und die ebenso steile Treppe der Bibliothek erklimmen. Außer dir macht sich die Mühe fast niemand!

7. Verirre dich

Lasse dich nicht von einer Stätte zur nächsten fahren, sondern gehe zu Fuß. Eine Beschilderung ist kaum vorhanden. Wir haben uns das ein oder andere Mal verlaufen, dabei aber stets spannende Details entdeckt. Angkor ist mehr als eine Ansammlung beeindruckender Großtempel. Übrigens: Auch wenn das archäologische Areal von Angkor minenfrei ist, auf Schlangen solltest du achtgeben!

Ohne dass wir uns verlaufen hätten, wären wir hier nicht vorbeigekommen: Wasserbecken am Phimeanakas, dem Himmlischen Palast in Angkor Thom

8. Mache Siesta im Hotel

Obwohl wir oft gehört haben, die Tempel von Angkor wären zwischen 12 und 13 Uhr fast menschenleer, da zu dieser Zeit die meisten Reisenden zum Mittagessen eingekehrt seien, fanden wir diesen Tipp nicht besonders praktisch, da es zur Mittagszeit sengend heiß ist. Besser ist es, wenn du sehr früh zu den Tempeln aufbrichst und um neun Uhr – wenn die Massen eintreffen – zum Frühstück ins Hotel zurückkehrst. Dort machst du eine ausgiebige Siesta und brichst um kurz vor drei Uhr erneut zu den Tempeln auf. Die meisten Besucher sind zu dieser Zeit längst erschöpft in ihre Unterkünfte zurückgekehrt.

In weiteren Blogartikeln schreiben wir über die Bedeutung von Angkor Wat und unseren Besuch des Tempels. Was sind deine Erfahrungen? Hast du weitere Tipps auf Lager? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

Kommentare zu diesem Artikel

Steffi schrieb am

Sehr guter Artikel und tolle Fotos.
Ab wieviel Uhr wart Ihr den am Morgen bei dem Tempel, z. B. am Osteingang Angkor Wat

Vielen Dank! Falls du den Sonnenaufgang nicht vor Ort erleben willst, ist 6.30 bis 7.00 Uhr eine gute Zeit, den Besuchermassen zuvor zu kommen. Für den Sonnenaufgang solltest du um 5.00 Uhr vor Ort sein. Lennart hat in seinem Kommentar etwas zu den Öffnungszeiten geschrieben.

Lennart schrieb am

Hi,
Zunächst mal danke für die Tips! Einige konnten wir immer noch gut umsetzen! Auf einer englischen Seite hatten wir noch andere gefunden, wie z.B den Sonnenaufgang bei Ta Keo (Vorsicht! Leider nicht mehr möglich!).

Seit Anfang 2016 sind nur noch Angkor Wat, Sras Srang, Bakheng und Pre Rhup für den Sonnenaufgang zugänglich (ab 5:00). Wir waren in Pre Rhup völlig alleine bis um 6:30 und sind dann direkt zum jungle Temple, der um 7:30 öffnet.

Nach deiner Beschreibung wäre vielleicht auch Angkor Wat gut für diese Zeit aber dafür hätten wir dem tuktuk Fahrer extra zahlen müssen aufgrund der Entfernung.

Danke für dein Update! Es freut uns, dass unsere Tipps geholfen haben. Angkor Wat ist zu früher Stunde herrlich, allerdings nur, wenn man die Anlage durch das Osttor, quasi den Hintereingang, betritt. Die Meute bewegt sich nämlich vom westlich gelegenen Haupteingang kommend durch den Tempel. Falls Ihr noch in Kambodscha seid: viel Spaß und eine gute Reise!

Vanessa schrieb am

Hi, danke für die tollen Tipps. Wir werden sie die nächsten drei Tage gleich mal ausprobieren.
Eine Frage zur Fortbewegung habe ich aber noch, wart ihr immer zu Fuss unterwegs und wie seid ihr dann nach Angkor Watt gekommen?
Liebe Grüsse aus Siem Reap, Vanessa

Hallo Vanessa, In das Tempelareal sind wir mit dem Tuk Tuk gefahren, das wir für den ganzen Tag gemietet hatten. Der Fahrer hat am Tempeleingang gewartet (lange!) und uns zum nächsten Ziel gebracht. Macht euch auf jeden Fall einen eigenen Plan, ansonsten werdet ihr von einer Tourifalle zur nächsten gebracht. Viel Spaß in Angkor!

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